Der Selige Gerhard und seine „Unvergängliche Bruderschaft“

Vorworte

Vorwort zur Neufassung (2026)

Die gedruckte zweite Auflage meines Werkes „Die Ordensregel der Johanniter/Malteser“ ist zwar noch nicht vergriffen, aber veraltet. In den vergangenen Jahren habe ich den Text ins Englische übertragen, umfassend überarbeitet und durch umfangreiches Bildmaterial ergänzt. Diese Fassung wurde kontinuierlich auf unserer Plattform http://blessed-gerard.org aktualisiert.

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Anstatt einer bloßen Neuauflage der ursprünglichen Buchversion habe ich mich entschlossen, die erweiterte englische Fassung grundlegend neu zu bearbeiten und zu erweitern, ins Deutsche rückzuübersetzen und neben der Englischen als elektronische Edition wieder bei http://blessed-gerard.org zu veröffentlichen. Als Lektorats-Werkzeug und zur Stiloptimierung habe ich mich der Künstlichen Intelligenz von Google bedient.

Diese nicht-kommerzielle Publikation verfolgt ausschließlich das Ziel, die bleibende Bedeutung des Seligen Gerhard und seiner Gründung, des Ordens des Hl. Johannes, zu beleuchten. Es ist meine Hoffnung, Menschen zu erreichen und zu motivieren, die Ideale des Seligen Gerhard sowie des Johanniter- und Malteserordens in ihrem eigenen Leben wirksam werden zu lassen.

Hinsichtlich der zahlreichen Abbildungen habe ich mich nach Kräften um eine korrekte Quellenangabe bemüht. Sollten trotz sorgfältiger Prüfung Urheberrechte unberücksichtigt geblieben sein, bitte ich um Nachricht; entsprechende Inhalte werden im Sinne des Copyrights umgehend entfernt.

Ganz besonders zu Dank verpflichtet bin ich Frau Dr. Rotraut Krall für zahlreiche Korrekturen und Hinweise.

Ich wünsche Ihnen eine gewinnbringende Lektüre. Da dieses Werk keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit erhebt, bin ich für fachliche Hinweise, Ergänzungen oder Korrekturen über bgt@bbg.org.za jederzeit dankbar.

Herzliche Grüße aus Mandeni, Südafrika, zum 30-jährigen Jubiläum der Einweihung des Blessed Gérard’s Care-Zentrums und der Blessed Gérard’s Kirche am 3. September 2026

Ihr

Gründer und Leiter der Brotherhood of Blessed Gérard

Vorwort zur deutschen
überarbeiteten Druckfassung:

Gerhard Tonque Lagleder:
Die Ordensregel der Johanniter/Malteser.
Die geistlichen Grundlagen des Johanniter-/ Malteserordens , mit einer Edition und Übersetzung der drei ältesten Regelhandschriften. 
EOS Verlag der Erzabtei St. Ottilien . 1983 (ISBN 3-88096-151-4) [2. überarbeitete Auflage 1994]

Mit großer Freude lege ich diese Studie über die spirituellen Grundlagen des Johanniter- und Malteserordens der Öffentlichkeit vor. Das Werk basiert auf meiner theologischen Diplomarbeit, die am 1. September 1980 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg eingereicht wurde. Der ursprüngliche Titel lautete: „Das Neue in der geistlichen Tradition des Johanniterordens. Eine Untersuchung und Darstellung der geistlichen Grundlagen des Johanniterordens, ihrer Tradition und eigenständigen Elemente.“

Da mich seither zahlreiche Bitten um eine Veröffentlichung erreichten, habe ich mich zur Herausgabe entschlossen. Die vorliegende Studie richtet sich primär an die Mitglieder aller Organisationen, die unter dem Malteserkreuz dienen, um ihnen das geistige Fundament ihres Wirkens tiefer zu erschließen. Für diese Veröffentlichung wurde der Text vollständig überarbeitet: Insbesondere der erste Teil wurde sprachlich zugänglicher gestaltet, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse wurden integriert und der dritte Teil wurde strukturell neu geordnet.

Ein entscheidender Beitrag zur Erschließung der Quellen kam aus meiner Familie: Mein Bruder Johannes Lagleder und insbesondere mein Vater, Studiendirektor i.R. Hans Lagleder, leisteten den wesentlichen Teil der Transkription und Übersetzung der mittelalterlichen deutschen Handschrift des Ordens des Hl. Johannes.

Die Realisierung des Drucks wäre ohne das großzügige Engagement von Valentin Graf von Ballestrem nicht möglich gewesen, der das finanzielle Risiko mit gewohnter Freundlichkeit übernahm. Ihm gilt mein besonderer Dank. Ebenso danke ich dem EOS-Verlag in St. Ottilien, namentlich Herrn P. Dr. Bernhard Sirch OSB und Br. Otto Steidle OSB, für die hervorragende Zusammenarbeit.

Meinen Ordensoberen, Seiner Gnaden Erzabt Notker Wolf OSB und Hochwürden P. Ansgar Schmid OSB, danke ich herzlich für die Freistellung von anderen Aufgaben, die mir die Vollendung dieser Studie ermöglichte.

Ich wünsche allen Lesern, dass sie aus dieser Lektüre reichen Nutzen ziehen. Mögen sie von jenem Geist erfasst werden, der nicht nur die historische Grundlage bildet, sondern als Heiliger Geist die lebendige Kraftquelle und das Ziel jedes Dienstes unter dem Malteserkreuz bleibt.

St. Ottilien, am Gedenktag des Ordensgründers, des Seligen Gerhard,
dem 3. September 1983

Pater Gerhard Lagleder OSB

Vorwort zur Originalfassung (vom 1.10.1980) als Typoskript

Zur Geschichte des Ordens des Hl. Johannes existiert eine Fülle an Darstellungen, die dessen politische Entwicklung, Rechtsgeschichte und Hospitalität umfassend dokumentieren. Dennoch erscheint es geboten, die spirituelle Tradition des Ordens in einem ihrer Bedeutung angemessenen Maße zu würdigen. Ziel dieser Untersuchung ist es nicht, ein vollständiges Kompendium der Ordensspiritualität vorzulegen. Vielmehr versteht sie sich als Beitrag zur Erhellung der geistesgeschichtlichen Entwicklung sowie jener fundamentalen Innovation, die der Orden des Hl. Johannes mit seiner Gründung für die Geschichte der Ordensgemeinschaften darstellte. Die innere Motivation dieser Arbeit entspringt meiner persönlichen Berufung: Im Dienst unter dem Malteserkreuz habe ich ein Betätigungsfeld gefunden, in dem das Bemühen um die wirksame Ausübung christlicher Nächstenliebe im Zentrum steht. In den spirituellen Grundlagen des Malteserordens fand ich eine geistige Heimat, die meine Sehnsucht nach der Nachfolge Christi entscheidend geprägt hat. Die Auseinandersetzung mit dem spirituellen Erbe ist mir daher ein persönliches Anliegen – verbunden mit der Hoffnung, diese Begeisterung auch anderen zu vermitteln.

Mein Dank gilt allen, die die Entstehung dieser Arbeit begleitet haben.

In besonderer Weise danke ich meinem hochverehrten Lehrer, Herrn Professor DDr. P. Gerhard Bernhard Winkler O.Cist., der mir als Ordinarius für Mittelalterliche und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Regensburg große Freiheit bei der Ausarbeitung dieser Diplomarbeit gewährte und mir durch entscheidende Impulse den Weg wies.

Dem Großmagisterium des Souveränen Malteser-Ritterordens in Rom, insbesondere Seiner Exzellenz Bailli Frà Oberto Pallavicini, danke ich für die Erlaubnis zur Nutzung der Biblioteca Magistrale sowie für die Bereitstellung zahlreicher Quellen. Mein Dank gilt ebenso dem damaligen Berater der Ordensregierung, Herrn Hans Ludolf von Kotze, sowie der Bibliothekarin Signora Irene Topai für ihre geduldige Unterstützung.

Ein tiefer Dank gebührt der Leitung der Biblioteca Apostolica Vaticana, namentlich Seiner Exzellenz Erzbischof Dr. Stickler, in dessen Handschriftenabteilung ich die zentralen Quellen studieren durfte, sowie dem Rektor des Deutschen Kollegs im Vatikan, Herrn Professor Dr. Erwin Gatz. Zu Dank verpflichtet bin ich zudem dem Staatsarchiv des Kantons Aargau, dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, der Bayerischen Staatsbibliothek sowie der Universitätsbibliothek Regensburg.

Besonderen Dank schulde ich Seiner Exzellenz Dr. jur. Carl Wolfgang Graf von Ballestrem, dessen persönliches Interesse und wertvolle Hinweise meine Arbeit maßgeblich förderten. Für vielfältige Unterstützung und wertvolle Impulse danke ich zudem Herrn Heinz Himmels (Malteser-Hilfsdienst Köln), Herrn Dr. Berthold Graf von Waldstein-Wartenberg, P. DDr. Adolar Zumkeller OSA, P. Stephan Senft OSA, der Generaloberin Rose Freifrau von Oer sowie Valentin Graf von Ballestrem (Malteser-Hilfsdienst Regensburg).

Schließlich danke ich P. Dominik Conrad OH, Sr. M. Theresa Brenninkmeijer O.Cist., Pfarrer Arnold Pirner sowie meinem Vater, Herrn Hans Lagleder, und meinem Bruder, Herrn Johannes Lagleder, für ihre stete Wegbegleitung und wertvollen Hinweise.